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Ab nach Europa! Das aha hilft dabei 

Während andere Jugendlichen gerade den Sommer genießen und sich vielleicht mit der Bewerbung für ein Studium oder eine Ausbildung beschäftigen, bereiten sich einige Jugendliche aus der Region auf ein Jahr im Ausland vor. Jennifer, Juliette, Ali, Lucy, Katharina, Marie und Sophia haben sich im Anschluss an ihren Schulabschluss für einen Europäischen Freiwilligendienst (EFD)beworben und werden das nächste Jahr in Frankreich, Rumänien, Spanien, Tschechien und Italien verbringen. Warum sie sich gerade für einen EFD entschieden haben? Ali antwortet auf diese Frage: „Ich kann mich beim EFD sozial engagieren und Erfahrungen sammeln. Außerdem lerne ich neue Kulturen kennen und das Ganze wird zudem über die EU gefördert, sodass ich mir keine Gedanken über die finanzielle Fragen machen muss!“.

Der Europäische Freiwilligendienst ist Teil des großen EU Bildungsprogramms Erasmus+ Jugend in Aktion, das die Kosten für einen bis zu zwölfmonatigen Aufenthalt im europäischen Ausland übernimmt. Die Jugendlichen engagieren sich für Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld und Reisekosten in gemeinnützigen Einrichtungen. Im Fall von Ali ist das ein Jugendhaus bei Madrid, Juliette macht Animation im Kinderkrankenhaus in Cluj, Rumänien und Katharina wird in einer Schule mithelfen, sie leistet ihren Dienst in Molfetta in Süditalien. Sophie engagiert sich in einem Jugendzentrum in Frankreich und hat ein klares Ziel für ihren Aufenthalt: „Ich möchte auf jeden Fall Land und Leute besser kennenlernen“.

Das ist auch ein Hauptziel des EFD: Die Jugendlichen sollen ihre Aufnahmeorganisationen natürlich tatkräftig unterstützen, wichtig ist dabei aber nicht nur ihr Arbeitseinsatz, sondern vor allem der kulturelle Austausch. Als Europäische Freiwillige bringen die Jugendlichen internationalen Flair auch in die kleinsten Orte: so wird Marie in einem 375 Seelen Dorf in Tschechien in der ökologischen Landwirtschaft mitarbeiten. Die Jugendlichen leisten durch ihren Einsatz einen Beitrag zu einem solidarischen Europa und lernen nebenbei noch eine neue Sprache. Den Einsatzort für einen EFD sollten die Jugendlichen passend zu ihren Fähigkeiten aussuchen, die Sprache sollte dabei eine untergeordnete Rolle spielen, zumal Sprachkenntnisse sowieso keine Bedingung für eine Teilnahme sind. So ist auch Lucy in einem Projekt in Tschechien gelandet. Sie möchte auf jeden Fall Tschechisch lernen: „Ich finde, dass das Lernen der Landessprache Respekt den Einheimischen gegenüber zeigt.“ Und schließlich kann nicht jeder den Lebenslauf mit guten Tschechischkenntnissen aufwerten.

Unterstützung bekommen die Freiwilligen nicht nur von ihrer Aufnahmeorganisation, sie haben immer auch einen Ansprechpartner in Deutschland. Hier in der Region ist das das aha – Tipps & Infos für junge Leute, das seit 2007 Europäische Freiwillige entsendet. Vom aha werden die Freiwilligen auf ihren Einsatz vorbereitet und setzen sich in einem Ausreisetraining auch mit dem Thema Kulturschock auseinander. Wobei für viele oft gar nicht das ankommen im fremden Land das Problem ist, sondern eher das Zurückkommen nach Deutschland: „Im Ausland ist alles aufregend, sogar so alltägliche Dinge wie einkaufen gehen. Die Jugendlichen finden neue Freunde, sie bewegen sich oft in international gemischten Gruppen und sie übernehmen Verantwortung. Da fällt es oft schwer ins „langweilige“ Deutschland zurückzukommen und wieder bei den Eltern einzuziehen. Viele möchten dann am liebsten sofort wieder los.“ so die Ansprechpartnerin Doris Hofer beim aha. Aber auch beim Zurückkommen werden die Freiwilligen nicht alleine gelassen – bei einem Abschlussseminar setzen sie sich mit ihren Erfahrungen auseinander und bekommen Infos, wie sie sich weiter im internationalen Bereich engagieren können. Für Jennifer, Juliette, Ali, Lucy, Katharina, Marie und Sophia heißt es aber jetzt erst mal Koffer packen. Das Ausreisetraining haben sie schon hinter sich, die Flüge sind gebucht, das Abenteuer Europa kann beginnen.

Fakten zum Europäischen Freiwilligendienst (EFD):

Das EU Programm Erasmus+ Jugend in Aktion fördert über den EFD einen bis zu zwölfmonatigen Aufenthalt im Europäischen Ausland. Die Teilnehmer engagieren sich in gemeinnützigen Organisationen und erhalten für ihren Einsatz Reisekosten, Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld und eine Versicherung. Seit 2007 ist das aha eine akkreditierte Entsendeorganisation und kann Jugendliche in ihren EFD entsenden. Interessierte wenden sich direkt an Doris Hofer, E-Mail: doris@aha-ravensburg.de. Mehr Infos auf www.aha-ravensburg.de.

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