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101 Jahre Russische Revolution – Geschichte, Erinnerung und aktuelle Politik 

Im Jahr 1917 erschütterte die Russische Revolution das Zarenreich und die ganze Welt. Auch über hundert Jahre später sind ihre Nachwirkungen in Gesellschaft, Politik und Kultur noch spürbar, wie ein Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Schmid (St. Gallen) im Rahmen des Bodenseefestivals am Donnerstag, 17. Mai, um 19 Uhr im Tagungshaus der der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Weingarten zeigt.

Der Kreml tut und tat sich – gerade im Jubiläumsjahr 2017 – nicht leicht damit, an die Ereignisse zu erinnern: Einerseits muss dieses zentralen Ereignisses der russischen Geschichte angemessen gedacht werden; andererseits fürchtet die russische Regierung sich vor einer Farbrevolution nach georgischem, ukrainischem oder kirgisischem Vorbild.

Der Slawist Ulrich Schmid, Professor für Kultur und Geschichte Russlands und profunder Kenner der Russischen Revolution und der postsowjetischen Erinnerungspolitik, wagt einen Blick auf die langfristigen Nachwirkungen der Revolution auf die russische und globale Politik und fragt unter anderem: Welchen Veränderungen unterlag und unterliegt die Erinnerung an die Russische Revolution bis heute, sowohl im kollektiven Gedächtnis als auch in der offiziellen staatlichen Erinnerungspolitik? Wie wurde und wird die Erinnerung an die Oktoberrevolution durch politische Akteure instrumentalisiert, und welche Rolle spiel(t)en Diskurse über die Revolution in früheren und aktuellen Konflikten zwischen Nachfolgestaaten der UdSSR (etwa im Krieg in der Ukraine)?

Die Veranstaltung der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart im ehemaligen Kloster Weingarten findet statt in Kooperation mit der Gesellschaft Oberschwaben und dem Zentrum für Regionalität und Schulgeschichte an der PH Weingarten. Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber willkommen.
Akademie der DiözeseRottenburg-Stuttgart

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