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Towerstars drehen Spiel im zweiten Drittel 



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Die Ravensburg Towerstars haben in der neuen DEL2-Saison die ersten drei Punkte eingefahren. Trotz derber personellen Voraussetzungen und einem 0:2 Rückstand nach 6 Minuten gelang der erste Sieg.

 Die Bedingungen für das erste Heimspiel der neu gestarteten Hauptrunde waren wahrlich nicht optimal. Zum einen sollte sich die Hoffnung nicht erfüllen, dass die zuletzt von Muskelverletzungen und einer Antibiotika-Behandlung betroffenen Spieler Brian Roloff sowie Jakub Svoboda am Sonntag ins Team zurückkehren konnten. Dazu kam, dass sich am Freitagabend beim Spiel in Garmisch-Partenkirchen mit David Zucker ein weiterer Spieler verletzte und auch die zweite Sturmreihe gesprengt wurde. Die ersten Wechsel vor knapp 2400 Zuschauer waren noch durchaus vielversprechend, doch nach knapp fünf Minuten war dies schnell Makulatur. Innerhalb von nur 18 Sekunden nutzen die Gäste aus Bad Nauheim Ravensburger Puckverluste samt Probleme bei der Abstimmung vor dem eigenen Tor eiskalt aus. Andreas Pauli und James Livington legten bis zur sechsten Spielminute eine 2:0 Führung für die Gäste vor. Aus Ravensburger Sicht war das lange Zeit ernüchternd, denn das Team wirkte verunsichert und verkrampft im Spielaufbau. Nach knapp neun Minuten lief das Spiel aber etwas besser und Thomas Supis hatte beispielsweise Riesenpech, als sein Schuss nur an den Pfosten prallte.

In der Drittelpause hatte Towerstars Coach Jiri Ehrenberger definitiv Handlungsbedarf und die Vorgaben setzte seine Mannschaft im zweiten Spielabschnitt um. Mit deutlich mehr Tempo rollten die Angriffe nach vorne. Wo die Anspielstation in der neutralen Zone fehlte, ging es notfalls auch mit sehenswerten Einzelaktionen in Richtung gegnerischem Tor. Von Minute zu Minute wurde der Druck erhöht und in der 29. Minute stand der gerechte Lohn auf der Anzeigentafel. Dennis Reimer, der für den verletzten Zucker in die Sturmreihe mit Robin Just und Mathieu Pompei rückte, löste sich zum richtigen Zeitpunkt und ließ Felix Blick im Bad Nauheimer Tor aus drei Metern keine Chance. Es war deutlich spürbar, wie gut der Treffer den Towerstars tat. Als Marius Erk einen Puck über die Glasumrandung schlenzte, winkte ihnen ein Powerplay. Diese sollte zum 2:2 Ausgleich führen, auch wenn erst der Videobeweis die Bestätigung brachte. Daniel Pfaffengut hatte einen Schlagschuss von Lukas Slavetinsky abgelenkt, alles war wieder drin. Mit diesem mentalen Befreiungsschlag im Hinterkopf legten die Towerstars mächtig los und nur eineinhalb Minuten nach dem Ausgleich besorgte Robin Just mit einem cleveren Rückhandschlenzer sogar die 3:2 Führung. Die Ränge der Ravensburger Eissporthalle, die im ersten Spielabschnitt verständlicherweise doch arg stumm agierten, waren aus dem Häuschen. Von der Stimmung beflügelt drückten die Towerstars weiter und als Ondrej Pozivil knapp zwei Minuten vor der zweiten Pause sogar das 4:2 nachlegte, war der Spielverlauf noch einen Tick nachhaltiger gedreht.

Im Schlussabschnitt sollte Bad Nauheim zwar wieder deutlich agiler mitspielen, doch die Towerstars hatten das Spiel doch insgesamt im Griff. So durfte man den Lattenknaller von Robin Just genauso als Pechszene verbuchen, wie einen Pfostenschuss eines Gäste-Stürmers nur 16 Sekunden später. Lange Zeit schien die Partie gelaufen, doch die verstärkten Bemühungen der Kurstädter zum Anschlusstreffer machten die Partie noch einmal spannend. Erneut war Pauli der Torschütze für Bad Nauheim, noch 140 Sekunden waren zu spielen. Eine Minute vor Schluss nahm Gäste-Coach Petri Kujala dann den Torhüter vom Eis und wenige Sekunden sollte es zu einer höchst umstrittenen Situation kommen. Nach einem schnellen Gegenstoß war Daniel Pfaffengut bereits in der gegnerischen Zone und hatte das entscheidende 5:3 vor Augen, er erhielt von Radek Krestan allerdings einen recht eindeutigen Schlag gegen den Oberschenkel und kam zu Fall. Zum Ärger der Zuschauer und der Ravensburger Bank blieb der Arm des direkt mitgelaufenen Hauptschiedsrichters allerdings unten und anstatt eines „technischen Tores“ zum 5:3 blieb es eine weitere Minute spannend. Mit vereinten Kräften brachten die Ravensburger Cracks den verdienten Sieg aber doch über die Zeit, die ersten drei Punkte der neuen Saison waren gebucht.

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