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Tore auf der falschen Seite geschossen

Die Zuschauer in der Kaufbeuer Sparkassenarena sahen von der Startsekunde an ein äußerst intensives Spiel. Beide Fanlager hatte schon vor dem Spiel die Atmosphäre entsprechend aufgeheizt, was das Spiel zusätzlich attraktiv machte. Den ersten Warnschuss gaben die Towerstars, die erstmals mit Stürmer Brian Maloney aufliefen, schon nach 18 Sekunden ab. Scott Champagne hatte abgezogen, doch ESV-Torhüter Vajs hatte freie Sicht und daher keine Mühe. Hatte man im Vorfeld einen fulminanten Start der Gastgeber erwartet, sah sich anfangs doch überrascht. Die Startminuten gehörten klar den Towerstars, auch wenn die wirklich hochkarätigen Torgelegenheiten ausblieben. In der 11.min wurde es dann aber doch dramatisch, als Alexander Thiel schön freigespielt wurde, der junge Ravensburger Stürmer aber um Zentimeter am Tor vorbei zielte. Dies nahmen die Hausherren wohl als Warnsignal auf, denn fortan bekam die Ravensburger Defensive und Torhüter Christian Rohde deutlich mehr Arbeit. Unnötig war allerdings der Gegentreffer zum 1:0 für Kaufbeuren kurz vor der ersten Pause. Die Towerstars hatten eigentlich einen Mann mehr auf dem Eis, ließen sich allerdings von Nelson überlaufen, der irgendwie den Puck mit der Rückhand ins Kurze Eck bugsierte.

Eine aus dem Startabschnitt übernommene Strafzeit an Friedrich überstanden die Oberschwaben schadlos, danach war das Spiel nicht mehr ganz so flüssig wie noch zuvor. Langweilig gestalteten sich die Geschehnisse auf dem Eis allerdings nicht, denn beide Team fanden über den Kampf und verbissene Zweikämpfe den Weg vor das Tor. Neuzugang Brian Maloney hatte in der 26.min beispielsweise den Ausgleich auf dem Schläger, doch Kaufbeurens Torhüter Stefan Vajs war genauso auf der Hut wie Gegenüber Christian Rohde. Hier hatte Torjäger Rob McFeeters in der 34.min aus kurzer Distanz abgezogen. So gab es bis zur zweiten Pausensirene keine Spielstandsänderung, was für den Schlussabschnitt entsprechende Dramatik versprach.

Es war klar, dass die Ravensburger Cracks mehr in die Offensive investieren mussten, und genau das taten sie. Die Towerstars spielten die Angriffe schneller aus dem eigenen Drittel heraus und die Chancen häuften sich von Minute zu Minute. Der höhere Einsatz in den Zweikämpfen förderte aber die Anfälligkeit zu Strafzeiten. Gerade hatten die Liebsch-Cracks eine solche überstanden, rutschte der Puck zum 2:0 über die Linie. Der Treffer war mehr als unglücklich, denn Towerstars Kapitän Matt Kinch wollten den Puck aus der Gefahrenzone befördern und löffelte ihn selbst ins Tor. Zwar kamen die Ravensburger Cracks noch einmal zu guten Chancen auf den Anschlusstreffer, doch die Angriffsbemühungen wirkten letztlich zu verkrampft. Kurz vor Schluss erhöhten die Hausherren sogar noch auf 3:0, allerdings nicht selbst. Wieder rutschte der Puck durch ein Ravensburger Eigentor über die Linie. Die nächste Chance, die verlorenen Punkte im Kampf und die Play-offs einzufahren, haben die Towerstars am Sonntag um 18.30 Uhr. Dann ist der Tabellenführer aus Landshut zu Gast.

1:0 17.19 Nelson (ohne Assist) (4:5)
2:0 47.39 Nelson (McFeeters, Soares)
3:0 56.54 Krabbat (Grosch)

Strafminuten:
Kaufbeuren 6
Ravensburg 10 + 10 (Cabana)

Zuschauer: 2.277

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