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Unverbesserliche stören friedliche Feststimmung

Die ersten Festtage des Rutenfestes 2011 sind nach Einschätzung von Kriminaloberrat Michael Schrimpf überwiegend friedlich verlaufen. Der Leiter des Polizeireviers Ravensburg bescheinigte den Ravensburgern eine ausgezeichnete Feststimmung. Getrübt wurde die Zwischenbilanz lediglich von einigen wenigen Unverbesserlichen, die gewalttätig auftraten.

Insbesondere der übermäßige Alkoholkonsum und die damit verbundenen Auswüchse bescherten der Polizei bereits in den frühen Abendstunden der ersten Rutenfesttage viel Arbeit. Die Polizei trat mit einem offensiven Konzept unter dem Motto „Polizei zum Anfassen“ an, um aufkeimenden Gewalttätigkeiten auch in diesem Jahr zu begegnen. Durch starke Polizeipräsenz und das frühzeitige Ansprechen potenzieller Gewalttäter durch uniformierte Kräfte und Jugendeingreifteams konnten viele Reibereien bereits in der Entstehungsphase unterbunden werden. Auf und um das Festgelände ereigneten sich daher bislang nur wenige Körperverletzungsdelikte. Allerdings war bei fast allen Taten Alkohol mit im Spiel.

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Leider kann beim Thema übermäßiger Alkoholkonsum keine Entwarnung gegeben werden. Als abschreckendes Beispiel verweist die Einsatzleitung um Michael Schrimpf auf einen 15-Jährigen, der am frühen Freitagabend bereits mit 2,2 Promille in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nachdem am Samstagabend im Bereich des EDEKA-Marktes an der Ulmer Straße mehrere Jugendschutzverstöße registriert wurden, zerbrochene Glasflaschen die Fahrbahn säumten und eine Vielzahl von übermäßig betrunkenen Festbesuchern auffielen, wurde im Einvernehmen mit der Marktleitung der weitere Verkauf von branntweinhaltigen Getränken eingestellt. Dieses positive Signal wurde lobend von den Einsatzkräften erwähnt. Anschließend trat eine deutliche Entspannung der Situation ein. Allerdings ist dies kein Rutenfestproblem: Das ehemalige Zollamt in der Metzgerstraße ist bei Jugendlichen und Heranwachsenden allgemein als wilder Partyort bekannt und "beliebt", selbst an Wochentagen.

Der frohe Auftakt am Samstagabend auf dem Marienplatz mit mehr als 20.000 Menschen machte der Polizei wenig Arbeit. Die kühle Witterung tat der hervorragenden Feststimmung keinen Abbruch. Viel zu tun hatten allerdings wieder die Jugendeingreifteams der Polizei, die in Zivil unterwegs waren. Sie wurden erstmalig durch Jugendteams der Stadt Ravensburg und des Martinshauses Kleintobel unterstützt. Viele positive Rückmeldungen über den Einsatz dieser Teams wurden bei der Polizei verzeichnet. Selbst in Internetportalen wie Facebook wurde zahlreich über deren Einsatz diskutiert.

Die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsdiensten und der Rutenfestkommission bezeichneten die jeweiligen Einsatzleiter der Polizei als sehr gut. Das Rutenfest 2011 ist bislang ohne gravierende Unfälle und schwere Delikte verlaufen. Das bisherige Straftatenaufkommen kann unter dem Hintergrund der Vielzahl der Besucher den aus polizeilicher Sicht positiven Verlauf des Festes nicht trüben.

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