Troko triumpfiert trotz "Verschwörungstheorien"
Troko Zugführer Moritz Gihring hat auf dem Blauen Platz der Kuppelnau dem Adler den Reichsapel entrissen und löste damit Begeisterung pur bei den Kollegen und Ehemaligen aus. Sofort hatte sich unübersichtliches Knäuel an Jubelnden gebildet, Enttäuschung hingegen bei den Landsknechten. Sie beginnen traditionell das Schießen, gingen allerdings leer aus und spielten dem Troko voll in die Karten. Das Trommlerkors wurde nämlich als Riege 1 ausgelost und witterte freilich die sofortige Chance im ewigen Kampf um die Schützenkönigwürde. Als sich die Szenerie wieder beruhigt hatte und das Schießen fortgesetzt wurde, setzte der 2. Charche Hakan Cetin sogar noch einen drauf. Er putzte das Zepter mit gezieltem Schuss aus der linken Adlerkralle.
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Nicht alle Schaulustigen waren allerdings wirklich zufrieden und sorgten mit Zwischenrufen und Unmutsäußerungen von den Rängen durchaus für Aufsehen. Die Schießstandaufsicht hatte nämlich die Armbrust der Landsknechte als nicht regelkonform deklariert und ließ das Schießgerät nicht zum Wettkampf zu. Der Erfolg mit der Ersatzarmbrust war wie erwähnt nicht nennenswert. Derartige "Verschwörungstheorien" sind in der Konkurrenz zwischen Landsknechten und Troko zwar nicht wirklich neu, allerdings kam es noch nie zu solche lautstarkem Protest. Nach ersten Information hatten sich daran sogar Zuschauer auf der Trtibüne beteiligt, die aus dem Troko-Lager kommen.
Der Stimmung tat dies allerdings keinen Abbruch, das "Double" wird wohl bis tief in die Nacht gefeiert und wer die Gepflogenheiten bei den Trommlergruppen der Gymnasien kennt, der weiß: Spätestens am Dienstagabend werden die vermeintlichen Kontrahenten wieder mit getauschten Mützen und in verbrüdertem Zustand den Bärgengarten betrommeln.


