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Rutenfest Jugendteams kamen gut an

Mit diesen Shirts

war das Jugendteam nach außen erkennbar. Bild: Stadt Ravensburg

Rund 48 Kilometer haben die beiden neuen Jugendteams während des diesjährigen Rutenfestes zu Fuß zurückgelegt. Ziel des Einsatzes: Hilfe für junge Menschen anbieten, die außerhalb des offiziellen Festgeländes feiern.

Längst hat sich das sogenannte „Vorglühen“ und „Warmtrinken“ von Jugendlichen rund um das Rutenfest etabliert. Grund für die Stadt Ravensburg, in Kooperation mit Polizei und Jugendhilfe der Zieglerschen genau jene junge Menschen zu erreichen und aufzusuchen. Zwischen Marienplatz und Altem Gaswerk kamen dabei am Freitag und Samstag etwa 500 Kontakte mit Kindern und Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren zustande. „Die Resonanz war durchweg positiv“, lautet das einstimmige Resümee der beiden Teams, die sich aus je drei Profis der Jugendarbeit der Stadt Ravensburg und des Martinshauses Kleintobel bildeten.

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Damit bestätigt sich, was die Initiatoren im Vorfeld erwartet hatten: „Die Jugendlichen brauchen Jemanden, der für sie da ist, wenn es klemmt“, sagt Patrizia Kopietz vom Jugendtreff Weststadt, die vor dem Rutenfest eine Diskussionsplattform über das neue Vorhaben auf Facebook geschaltet hatte. „Die Reaktionen darauf waren enorm, konnte dadurch doch auch klar verbreitet werden, dass die Jugendteams nicht als verlängerter Arm der Polizei wirken sondern lediglich Hilfe anbieten“, sagt Peter Schmitz vom Martinshaus Kleintobel. So wurden die beiden Teams von vielen jungen Festbesuchern schon erwartungsvoll begrüßt.

Neben Gesprächen und gegenseitigem Kennenlernen klärten die Teams über die Gefahren und Folgen erhöhten Alkoholkonsums auf. Ebenso verteilten sie Buttons mit dem Aufdruck „No Alk – Max Fun“ und Saft-Gutscheine für die Saft-Bar „Man kann auf Jugendliche bei solchen Festen sehr wohl Einfluss nehmen“, sagt Peter Schmitz und berichtet von einer Gruppe 14jähriger, die nach dem Gespräch mit dem Team weniger Mix-Getränke als geplant zu sich genommen hatte.

Erfreulich für alle Beteiligten: Während der beiden Einsätze zwischen 15:00 und 19:00 Uhr war kein Kontakt zum Deutschen Roten Kreuz und der Polizei Ravensburg notwendig. Etwaige Konfliktsituationen konnten durch Gespräche mit den beiden Teams im Vorfeld entschärft werden. Um die Jugendlichen künftig noch besser zu erreichen, denken die Initiatoren an einen erweiterten Einsatz von Rutenfreitag bis Rutendienstag und an spätere Rundgänge in den Abend hinein. Viele Jugendliche wollten in diesem Jahr wissen, wie und wo die Jugendteams in Notfällen erreichbar sind. Daher wird auch ein fester Stützpunkt der Teams für künftige Einsätze überdacht.

Die Losnummern sind gezogen