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Polizei zieht positive Rutenfest-Bilanz

Eine insgesamt positive Bilanz hat die Polizei für das Rutenfest 2011 gezogen. Bei gemischten Witterungsbedingungen ist das Heimatfest überwiegend friedlich und harmonisch verlaufen. Lediglich einige Unverbesserliche haben den Festverlauf vereinzelt gestört. Übermäßiger Alkoholkonsum und die damit zusammen hängenden negativen Begleiterscheinungen haben die Beamten auf Trab gehalten.
„Seit mehreren Jahren praktizieren wir ein offensives Sicherheitskonzept nach dem Motto `Polizei zum Anfassen` und sind damit sehr erfolgreich“, sagt Kriminaloberrat Michael Schrimpf. „Frühzeitiges Intervenieren und konsequentes Einschreiten lassen aufkommende Streitigkeiten erst gar nicht eskalieren“. Nach Ansicht des Revierleiters Ravensburg ist das Sicherheitskonzept aufgegangen.

Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Einsätze und der Straftaten leicht zurück. Von größeren Unglücksfällen und schwereren Delikten blieb das Rutenfest 2011 verschont. Insgesamt sind knapp über 50 Straftaten im Zusammenhang mit den Rutenfesttagen von der Polizei registriert worden. Überwiegend handelt es sich hierbei um Körperverletzungen, Diebstähle und Beleidigungen. Die Folgen der Auseinandersetzungen unter den Rutengängern sind meist glimpflich verlaufen. In vier Fällen leisteten die Randalierer bei ihrer Festnahme Widerstand und verletzten zwei Beamte leicht.

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Eine Vielzahl der polizeilichen Einsätze lag nach Mitternacht und war durch Aggression und Alkoholisierung der Betroffenen gekennzeichnet.

Keine Entwarnung kann Michael Schrimpf bei den Gefahren geben, die durch den übermäßigen Alkoholkonsum von Minderjährigen und Erwachsenen heraufbeschworen werden. Polizei und Rettungskräfte waren durch das exzessive Trinkverhalten gleichermaßen gefordert. Erschreckend waren die teilweise hohen Promillewerte bei den jungen Rutenfestbesuchern. So wurden insgesamt 31 Kinder und Jugendliche stark alkoholisiert von der Polizei aufgegriffen. Sie wurden ihren Eltern oder an den Rettungsdienst übergeben. Ein 15-Jähriger wurde bereits am Freitagabend mit einem Alkoholpegel von 2,2 Promille in ein Krankenhaus eingeliefert. In mehr als 300 Fällen nahmen die Polizeibeamten den Minderjährigen auf dem Festgelände oder im Umfeld ihre alkoholischen Getränke ab. Schnaps und andere Alkoholika landeten entweder in polizeilicher Verwahrung oder wurden mit Einverständnis der Besitzer an Ort und Stelle entsorgt. Für 25 Männer und Frauen endete das Rutenfest in der Ausnüchterungszelle des Polizeireviers oder wurden kurzzeitig in Gewahrsam genommen. Sie hatten den Alkohol teilweise bis zur Hilflosigkeit in sich hineingeschüttet.

Als abschreckendes Mittel haben sich die in den Vorjahren verhängten Aufenthaltsverbote für Störerfriede erwiesen. Während der vergangnen fünf Rutenfesttage musste lediglich ein Aufenthaltsverbot ausgesprochen werden. Damit scheint der präventive Ansatz der Maßnahme aufgegangen zu sein. Durch Verkehrslenkungsmaßnahmen hielten sich die Verkehrsstörungen im Zusammenhang mit dem Rutenfest in Grenzen. Bei den unvermeidlichen Behinderungen anlässlich von historischem Festumzug und Feuerwerk zeigten sich die Verkehrsteilnehmer weitgehend einsichtig.

Einen ausdrücklichen Dank richtet Michael Schrimpf an die Bereitschaftspolizei und die Unterstützungskräfte aus den umliegenden Polizeirevieren. Ohne deren Hilfe wären das personalintensive Konzept und der störungsfreie Ablauf des Rutenfestes nicht leistbar gewesen. Lobend hob er den engen Kontakt und die gute Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und der Feuerwehr sowie der Rutenfestkommission, den Festwirten und der Stadt Ravensburg hervor. Gemeinsam seien die im Vorfeld gesteckten Sicherheitsziele erreicht worden.

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