Am kommenden Wochenende treffen die Towerstars zunächst in eigener Halle auf die Fischtown Pinguins Bremerhaven, am Sonntag geht die Reise an den Fuß der Zugspitze, wo das Gastspiel beim SC Riessersee auf dem Programm steht. Bei den Begegnungen kämpfen die Towerstars erneut mit Personalsorgen.
So langsam nimmt die Verletztenmisere bei den Ravensburg Towerstars groteske Formen an. Zu Beginn der Woche herrschte vor allem Freude darüber, dass Kiel McLeod und Stefan Vogt noch intensiver ins Training einsteigen konnten und damit auch am Wochenende spielen können. Prompt folgte am Mittwochvormittag der nächste Nackenschlag. In einer Trainingssituation rutschte Schmidle ungebremst gegen den Torpfosten und riss sich eine Sehne am Knieansatz. „Ein operativer Eingriff ist bereits für nächste Woche terminiert, Ausfalldauer mindestens acht bis zwölf Wochen“, sagte Towerstars Manager Alexander Jäger unter anhaltendem Kopfschütteln.
Schmidle´s Ausfall trifft das Team doppelt hart, denn zum einen zeigte die Beförderung des 26-jährigen von Reihe drei in die zweite Formation gute Wirkung, zum anderen war Schmidle bei eigenen Strafzeiten ein wichtiger Mann. „Max ist ein sehr guter Unterzahlspieler, da wird er uns jetzt sehr fehlen“, zeigte sich auch Trainer Uli Liebsch alles andere als glücklich über den erneuten Ausfall. Zudem ist noch nicht sicher, ob Konstantin Schmidt am Wochenende auflaufen kann. „Ihn hat eine Erkältungsgrippe erwischt und er konnte nicht trainieren“, so Liebsch weiter. Die Pläne einer endlich wieder komplettierten Sturmabteilung konnte der Ravensburger Trainer somit wieder in die Schublade legen, die Umstellungen kommen jetzt mehr oder weniger wieder aus der Not heraus. So soll der wiedergenesene Kiel McLoed nicht wie zuvor in der ersten Reihe agieren, sondern als Schmidle-Ersatz mit Oravec und Cabana in Reihe zwei. Liebsch hatte gehofft, mit bestmöglichster Personalsituation im Spiel gegen Bremerhaven (Beginn 20 Uhr) antreten zu können, denn die Fischtown Pinguins gelten als Mitfavorit auf die Meisterschaft. „Zuletzt haben sie zwar etwas geschwächelt, aber ich erwarte unsere Gäste mit hohem Tempo und gutem Körperspiel“, so Liebsch. Als „reine Kopfsache“ bezeichnet der Trainer die Aufgabe am Sonntag im Garmischer Olympia-Eissportzentrum gegen den Tabellenvorletzten SC Riessersee. „Es wäre fatal, den Gegner zu unterschätzen“, warnte Uli Liebsch.
Solidarität für Lokomotive Jaroslawl: Spielerfrauen verkaufen Armbänder und Lose
Normalerweise fiebern die Ehefrauen und Freundinnen der Towerstars Profis auf der Sitzplatztribüne mit, heute Abend widmen sie sich allerdings einem ganz anderen Thema. Raeanne Kinch und Julia Klose, Lebensgefährtin von Bow Wren nahmen die Fäden in die Hand für eine weltweite Benefizaktion zugunsten der Angehörigen der Opfer des tragischen Flugzeugsabsturzes in Russland. Dort kam die gesamte Eishockeymannschaft des KHL-Clubs Lokomotive Jaroslawl ums Leben, die Eishockeywelt stand unter Schock. Mit dem Verkauf von roten Solidaritäts-Armbändern zum Preis von 10 Euro wollen die Towerstars-Frauen beim heutigen Spiel um Unterstützung werben. In allen internationalen Ligen finden zeitgleiche Aktionen statt. „Es geht nicht nur alleine um die spätere Spendensumme, sondern um die Solidarität der Hockeyfamilie, bei derartigen Tragödien weltweit zusammenzustehen“, sagte Raeanne Kinch, deren Freundin Kodette LaBarbere auf die Idee mit den Armbändern kam. Ihr Mann ist Torhüter des NHL-Clubs Phoenix Coyotes. Verkauft werden am Fan-Stand auch Lose zum Preis von 2 Euro, mit denen es einen vom gesamten Team signierten Schläger und je ein ebenfalls signiertes Trikot von Matt Kinch und Bob Wren zu gewinnen gibt.
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