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Im Konzerthaus zu sehen: as Käthchen von Heilbronn 



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Obwohl Kleists für sein „Ritterschauspiel“ keine historische Vorlage benutzt hat (Kleist selber nennt sein Stück eine „treffliche Erfindung“), so hat die Stadt Heilbronn es doch für sich vermarktet. Nicht nur dass es das Käthchen als Brunnenfigur gibt, man zeigt dem Besucher auch das Haus, in dem sie angeblich aufgewachsen ist. Diese Vereinnahmung der erfundenen Geschichte passt gut zu dem Stück, in dem die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit aufgehoben sind. Nichts ist, wie es scheint, und die Figuren verbergen die Motive ihres Handelns voreinander. Wie soll Käthchen auch erklären, dass sie dem Grafen Friedrich Wetter vom Strahl somnambul, auf Schritt und Tritt folgt, ja erfolgen muss? Vernünftig sind ihre Beweggründe jedenfalls nicht. Dieses Käthchen, das unbeirrbar seinem Herzen folgt, sei (schreibt das Landestheater Schwaben) gerade heute eine faszinierende Frauenfigur. Die Wahrheit liegt im Traum verborgen, und ihrem Traumbild gehorchen sowohl Käthchen als auch ihr Ritter. Die reale Welt bedeutet oft Lug und Trug, die Handlung ist märchenhaft und verworren, es gibt jede Menge schöner Intriganten, aber am Ende heiraten die Richtigen, sogar der Kaiser gibt seinen Segen, und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute – auf dem Theater.

Uraufgeführt wurde das Stück 1810 in Wien, im Neuen Schauspielhaus an der Wien. Lobte der Österreichische Beobachter damals die Schauspieler, deren „vortreffliche Darstellung“ das Stück gerettet hätte, denn dieses sei „ohne innere Einheit“, so war sich die Zeitung für die elegante Welt wenig später sicher, dass dieses Ritterschauspiel ein wahres Meisterwerk sei, „durchweg aus einem Gusse“. Was gilt nun? Hoffentlich, was das Morgenblatt seinerzeit schrieb: „Kleists Käthchen von Heilbronn wird sehr verschieden beurteilt, aber immer stark besucht.“ Das Landestheater Schwaben (Regie: Kathrin Mädler) versteht Kleists Komödie als ein Traumstück, das „mit eigenwilliger, kraftvoller Sprache und spannenden Identifikationsfiguren“ zu begeistern weiß.

Termin:              Sonntag, 15. Oktober 2017
Uhrzeit:              19 Uhr
Einführung        18.30 Uhr
Ort:                    Konzerthaus Ravensburg
Eintritt:               21 / 18 / 15 €, 50 % Ermäßigung für Schüler & Studenten
Vorverkauf:       Tourist Information Ravensburg, Marienplatz 35, 88212 Ravensburg, (0751) 82-800, tourist-info@ravensburg.de

Alle Reservix-Vorverkaufsstellen, sowie online www.reservix.de

 

 

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