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IHK warnt vor neuer Schwindelmasche 



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WEINGARTEN
Seit gut zwei Wochen erhalten auch Unternehmen in der Region Bodensee-Oberschwaben Briefe aus Berlin, in denen für die Eintragung in ein inoffizielles Firmenregister eine Eintragungsgebühr von 200 Euro verlangt wird. Dabei wird nicht nur angemerkt, dass bei Nichtzahlung innerhalb der angegebenen Frist keine Registereintragung erfolgen werde, sondern auch der Eindruck erweckt, dass man bei verspäteter Zahlung negative Konsequenzen zu tragen hätte.

„Täglich melden sich betroffene Unternehmer bei uns und bitten um Hilfe. Aufmachung und Inhalt der bundesweit versandten Briefe sind unseriös. Es handelt sich um eine neue Art der Formularfalle. Es wird nicht etwa auf einen bestehenden Kontakt, Vertrag oder ähnliches Bezug genommen, sondern auf den Paragrafen einer eigenen ‚Register-Ordnung‘. Neu an der Masche ist auch, dass das Schreiben nicht per Fax, sondern als Brief versendet wird“, so Beate Bertran, Referentin für Wettbewerbs- und Gewerberecht bei der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK).

Die IHK rät Unternehmen gerade jetzt in der Ferienzeit, in der viele Mitarbeiter eine Urlaubsvertretung machen, sensibel zu sein und eingehende Rechnungen und Zahlungsaufforderungen genau zu prüfen, bevor man Geld überweist oder Angebote annimmt. Wie immer sollte die angebotene Leistung im Hinblick auf die Kosten kaufmännisch geprüft werden. Denn eine Verpflichtung zur Eintragung in ein nicht offizielles Register besteht nicht.

Zur Bekämpfung von unseriösen Branchenregistern arbeitet die IHK seit langem mit dem Deutschen Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität e.V. (DSW) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zusammen. „Der DSW ist auch in diesem Fall schon eingeschaltet. Wir senden ihm die Schreiben des Firmenregisters zu – zunächst anonymisiert ohne Hinweis auf den Adressaten. Gibt es genügend solche Sachverhalte, dann kann eine Strafanzeige wegen der massenweisen Versendung angestrebt werden“, so Bertran. Wer betroffen ist, solle sich also in jedem Falle an seine IHK wenden. Die Schreiben können IHK-Mitgliedunternehmen an die Faxnummer  0751 409-235 senden und sich in Zweifelsfällen gerne an die Rechtsabteilung ihrer IHK wenden (kayabasli@weingarten.ihk.de, Telefon 0751 409-130).

 

 

 

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